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Verrückte und ungewöhnliche Ideen für vermarktungsfähige Projekte sind angesagt

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Verrückte und ungewöhnliche Ideen für vermarktungsfähige Projekte sind angesagt

Tomorrows Playground

Bei Tomorrows Playground wurde jede Menge Farbe und Papier verbraucht

Verrückte und ungewöhnliche Ideen für vermarktungsfähige Projekte sind angesagt
Der Spielplatz von morgen,”Tomorrows Playground”, war der Titel eines ganztägigen Workshops mit rund 30 Studierenden aus Dänemark, Schweden und Deutschland, der gestern im Rahmen der Fehmarnbelt Days ausgerichtet wurde. In offener, spielerischer Form sollten hier neue Ideen für eine neue Fehmarnbeltregion gefördert und gesammelt werden.

Passenderweise fand „Tomorrows Playground“ in der Handwerkskammer in Lübeck statt, denn etwas
handwerkliches Geschick gehört ja dazu, in nur einem Tag mit bis dahin wildfremden Menschen neue Ideen zu entwickeln – vom ersten schiefen, vielleicht verrückten Gedanken hin zu etwas Brauchbarem, das man am Nachmittag einer Jury präsentieren konnte.

In den Tagungsräumen saßen die Studierenden in kleinen Gruppen mit Whiteboards und Flipcharts. Viele Farben wurden zu Papier gebracht, wieder verworfen, neue Ideen auf neues Papier gebracht ­– bis aus der anfänglich verrückten Idee ein durchdachter Gedanke und ein möglicherweise realisierbarer Plan wurden.

Neue Kontakte knüpfen
Doch die Studierenden waren nicht nur nach Lübeck gekommen, um Ideen zu entwickeln. Es ging auch darum, neue Kontakte zu knüpfen. Die Studentin Jelle­Lara Gonzales von der Universität in Malmö drückte es so aus: „Wir gehören ja einer Generation an, die mobil ist. Man weiß oft nicht, wo man in sechs Monaten ist, denn wir reisen gern. Hier dabeizusein bedeutet die Chance, einige neue Kontakte zu knüpfen, die man vielleicht langfristig nutzen kann.“  Gonzales kommt ursprünglich aus Kanada, studiert jetzt aber ein Jahr in Schweden. „So lerne ich mehr über schwedische Strukturen kennen.“

 

Tomorrows Playground

Burkhard Haasch und Direktor Michael Bang (an der Tafel) waren unter den erfahrenen Ansprechpartnern, die die Ideen kritisch hinterfragten.

Ideen müssen realisierbar sein
Michael Bang, Direktor der Ausbildungstätte CELF in Nykøbing Falster war eine der „Steuerpersonen“, die zwischen die sechs Gruppen unterstützte und mit kritischen Fragen voranbrachte.
„Manchmal bauen die Jungen ihre Ideen auf mangelndem Wissen auf – dann kann ich ihnen weiterhelfen. Doch dies ist ein Balanceakt, denn dieser Wortshop soll ja ungewöhnliche Ideen und neue Gedanken hervorbringen“, sagt Bang. Er verbrachte auch viel Zeit darauf, die Studierenden davon zu überzeugen, dass ihre Ideen vermarktungsfähig sein müssen. „Hier geht es viel um Wissen und Ausbildung, doch vor allem die Unternehmen
in der Region müssen ein Interesse daran haben. Denn in eine Region wie die Fehmarnbeltregion zieht man nur, wenn es dort Jobs und Ausbildungsplätze gibt.“

Fehmarnbelt – mehr als Business
Spannende Diskussionen gab es auch bei anderen „Vermittlern“ am Rande der Workshops „Tomorrow’s Playground“. Dirk Keil von der Universität im dänischen Roskilde beschrieb die Atmosphäre in den vier Workshops als „intensiv und offen“. Sein Anliegen als Kulturwissenschaftler und Lieferant von Input sei in erster Linie, die Diskussionsmuster der rund 40 Studenten aufzubrechen: „Hier wird natürlich in erster Linie businessorientiert gedacht und geforscht – ich glaube aber, dass es besonders wichtig ist, die beiden Kulturen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts zusammenzubringen. Die Menschen auf dänischer und deutscher Seite müssen voneinander lernen, müssen ihre Sichtweisen kennenlernen. Und sie müssen neugierig aufeinander sein.“

Von Skulpturen und T­Shirts
Von positiven Erfahrungen bei der deutsch­dänischen Zusammenarbeit berichtete Angela Siegmund von der Handwerkskammer Lübeck. Als Projektleiterin steht sie seit Sommer federführend für das dreijährige, grenzübergreifende Projekt RegioSKILL – eine Abkürzung für Regionalität, Sprache, Kunst, Identität und lebenslanges Lernen. „Bei RegioSKILL steht die Kultur im Fokus“, sagt Angela Siegmund zu Fehmarnbelt Weekly. „ RegioSKILL will auf die vielfältigen, historisch gewachsenen Beziehungen in der Fehmarnbelt­Region aufmerksam machen. Mit Kunst und Kultur wollen wir Denkanstöße geben. Ein erstes Projekt haben wir schon ins Leben gerufen: Auf dänischer und deutscher Seite des Fehmarnbelts stehen seit
kurzem vier Kunstwerke, die die Betrachter auf ihre Nachbarn aufmerksam und neugierig machen wollen.“ Das nächste Projekt ist auch schon geplant: Ende Oktober veranstaltet Angela Siegmund zwei Printworkshops in Nakskov (DK) und Hamburg (D). Dort sollen spezielle, andere Fehmarnbelt­T­Shirts gedruckt werden. Und 2013 soll es erstmals ein deutsch­dänisches Fehmarnbelt­Gebäck geben.

Schwimmende „Wasserwelten“
Auch ungewöhnliche, originelle Ideen wurden im Rahmen von „Tomorrow’s Playground“ präsentiert. So stellte Burkhard Haasch aus Großenbrode seine Vision der „Wasserwelten“ vor – einen schwimmenden Ponton von zum Beispiel 40 mal 60 Metern Größe mit Platz für Kultur, Maritimes und Forschung. Haasch: „Auf 5000 Quadratmetern könnte hier ein schwimmendes Schwimmbad entstehen. Dazu besteht die Möglichkeit zur Ausrichtung von
Events und nicht zuletzt zu einer Infoausstellung zur kommenden Fehmarnbeltquerung.“ Nach Haaschs Vorstellung könnten die „Wasserwelten“ abwechselnd vor verschiedenen deutschen und dänischen Ufern oder Seebädern anlegen und dort Zuschauer anziehen.